erinnern – verinnern – handeln
erinnerungsarbeit der jugendbildungsstätte unterfranken

Wir bieten Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit und ohne Migrationshintergrund im Alter von 11-23 Jahren die Möglichkeit, sich mit der Erinnerung und dem Bezug zum heutigen Alltag beschäftigen zu können.

 

Er-innern bedeutet, dass sich etwas in unserem Innern verändert. Erinnerung bringt unser Inneres zum Schwingen, etwas passiert in uns, unser Inneres wird bereichert, geweitet. Erinnerung ist damit machtvoll und kraftvoll, denn bei der Erinnerung wird die Vergangenheit so vergegenwärtigt, dass gegenwärtige Lebensverhältnisse besser verstanden werden und  Zukunftsperspektiven entworfen werden können. Es ist nicht so, dass etwas, nur weil es lange vorbei ist, keine Rolle mehr spielt.

Die Vergangenheit hat ganz konkrete Auswirkungen auf unser Hier und Heute.

Wir wollen diese Auswirkungen besonders für Jugendliche verständlich machen. Auf der anderen Seite erleben wir heute Diskriminierungen und Ungerechtigkeiten die zum Handeln aufrufen. Auch hier kann ein Blick in die Vergangenheit helfen. Im Zentrum steht dann nicht die Frage, wie ich mich im Nationalsozialismus verhalten hätte, sondern die Frage nach meinem heutigen Verhalten: Warum nehme ich es hin, dass in dieser Gesellschaft Menschen stigmatisiert und ausgegrenzt werden? Warum schweige ich zu den Menschenrechtsverletzungen, zu den kleinen und größeren Schweinereien meiner Zeit? Es geht um eine Erinnerungsarbeit, die Fragen an die heutige Gesellschaft stellt.

Und es geht darum, mit dem Blick auf die zurückliegende Katastrophe des Nationalsozialismus,  besonders auch Nonkonformismus, Zivilcourage und Empathie zu fördern, also Kompetenzen, die jene „Helferpersönlichkeiten“ ausgezeichnet haben, die im Nationalsozialismus verfolgte Menschen unterstützt haben. Kraft zur Selbstbestimmung, zum Nicht-Mitmachen sind die nach wie vor unbequemen Leitideen einer „Erziehung nach Auschwitz“.

Unsere Erinnerungspädagogischen Angebote verstehen sich als historisch orientierte Suche nach Erkenntnissen und mutigen tatkräftigen Antworten für eine lebenswerte Zukunft in der Einwanderungsgesellschaft.


Unser erinnerungspädagogisches Angebot

 

 

Stolperstein-TourenP1060963

Die Jugendbildungsstätte Unterfranken bietet Gruppen und Schulklassen Stolpersteinetouren in Würzburg an. Wer hat alles in Würzburg gelebt und wurde deportiert? Während der Tour wird immer wieder die Brücke zur Gegenwart aufgezeigt: Inwieweit sind Diskriminierung und Ausgrenzung in unserer Gesellschaft Geschichte? Was bedeutet das für uns heute?

Kosten für ca. 90 Minuten Tour, 120€ für Übernachtungsgäste und 140€ für alle anderen Gruppe.

Termine: Die Stadttouren sind grundsätzlich in jedem Zeitraum möglich. Machen Sie uns einen Terminvorschlag.

 


Stadttour: Achtung! powert by history

Wir leben und erleben Erinnerung in einer ereignisreichen Tour. Wir besuchen ErinnerungstourenStolpersteine, Denkmäler und den „Weg der Erinnerung“. Hierbei erinnern wir nicht nur im Kopf, sondern aktiv mit Leib und Seele! „Achtung!“ steht dabei für eine alamierende Aufmerksamkeit gegenüber Menschenrechtsverletzungen in Vergangenheit und Gegenwart. „Achtung!“ steht aber auch für die Achtung und den Respekt gegenüber allen Menschen und Minderheiten in unserer Gesellschaft. Eine Stadttour, die Vergangenheit-Gegenwart und Zukunft verbindet.

Kosten für ca. 90 Minuten Tour, 120€ für Übernachtungsgäste und 140€ für alle anderen Gruppe.

Termine: Die Stadttouren sind grundsätzlich in jedem Zeitraum möglich. Machen Sie uns einen Terminvorschlag.

 

Flyer Stadttouren


Seminar Erinnern?!

In halb- oder ganztägigen Einheiten geben wir anhand von vielfältigen ansprechenden Methoden Jugendlichen Einblick in die facettenreiche Erinnerungskultur Würzburgs. Im Vordergrund steht hierbei die jugendliche Sichtweise auf die Vergangenheit und die Frage nach der Bedeutung der Erinnerung für unsere heutige Gesellschaft.


 

Anfragen bitte an:

götz kolle

tel:      0931-60060-412

email:  goetz.kolle@jubi-unterfranken.de

Flyer Stadtouren