So werden Sie  Betzavta-Trainer*in

Die Teilnahme an mindestens zwei Basismodulen berechtigt zur Teilnahme an der Ausbildung zur/zum zertifizierten Betzavta-Trainer*in von DIVERSITY WORKS.

Für wen ist die Ausbildung geeignet?

Die Methoden von BETZAVTA beziehen die Lebenswelt und Individualität der Teilnehmenden mit ein und regen gleichzeitig an, sich mit der Vielfalt in der Gruppe auseinanderzusetzen. Durch den erfahrungsorientierten Ansatz, der sich von herkömmlichen Formen politischer Bildung stark unterscheidet, wird ein sehr persönlicher und emotionaler Zugang zu den Inhalten geschaffen. BETZAVTA kann in den verschiedenen Bereichen der Bildungsarbeit praxisnah eingesetzt werden.

Betzavta ist daher ideal, um mit Gruppen zu Themen wie Vielfalt, Demokratie, Konfliktmanagement, Gerechtigkeit, Macht und Toleranz zu arbeiten. Betzavta ermöglicht darüber hinaus neue Perspektiven und Handlungsoptionen im Umgang mit Gruppen, Gruppenprozessen und Einzelpersonen und ist daher natürlich besonders für Gruppenleiter*innen, Jugendarbeiter*innen und Trainer*innen interessant.

Die Ausbildung wird daher besonders (angehende) Pädagog*innen, Lehrkräften und Multiplikator*innen  empfohlen, lädt aber auch alle interessierten Personen ein, die an ihrer Persönlichkeitsbildung arbeiten möchten, um in den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen mit jungen Menschen deren freie Entfaltung der Persönlichkeit ohne moralischen Zeigefinger zu fördern und ihnen einen Weg aufzuzeigen, konstruktiv Konflikte lösen zu können.

Aufbau der Ausbildung

In den jeweils fünftägigen Ausbildungsseminaren I und II erfolgt die eigentliche Ausbildung.

Im Ausbildungsseminar I wird vor allem die eigene Aktivität eingeübt, als Multiplikator*in und als Beteiligte*r. Die Teilnehmenden erhalten direkte Rückmeldungen zu ihrer eigenen Tätigkeit sowie Hilfen für die zukünftige Praxis. Am Ende erfolgt die Vorbereitung auf die Praxisphase.

In der Praxisphase akquirieren die Teilnehmenden eine Gruppe (z.B. eine Gruppe / Klasse aus dem eigenen Arbeitskontext), mit der sie grundlegende Betzavta-Übungen durchführen. Sie werden dabei von den Ausbilder*innen durch ein Coaching begleitet.

Im Ausbildungsseminar II besteht die Möglichkeit zum Austausch der Erfahrungen und zur Reflexion der Praxis. Fragestellungen der Teilnehmenden stehen dabei im Vordergrund. Weitere Themen sind die Vertiefung inhaltlicher Fragen (z.B. Demokratietheorien oder Freiheitsbegriff), das Menschenbild von Betzavta, gruppendynamische Aspekte, Evaluation sowie die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten von Betzavta.

Der gemeinsame Schwerpunkt der zwei Ausbildungsmodule liegt in der Auseinandersetzung mit und der Präsentation von grundlegender Theorie und Didaktik, sowie in der Durchführung von Betzavta-Übungen jeweils durch die Teilnehmenden.

Ein Herzstück der Theorie wird neben Grundlagen zu Betzavta die Auseinandersetzung mit dem Thema Vielfalt in der Gesellschaft / an der Schule sein und die Herausforderung als Betzavta-Trainer*innen darstellen. Zu allen Aktivitäten wird Feedback durch die Gruppe und die Ausbilder*innen gegeben, sowie Hilfe für die Praxis durch die Gruppe oder im direkten Gespräch mit den Trainer*innen.

Zum Abschluss der Ausbildung bieten die Ausbilder*innen den angehenden Betzavta-Trainer*innen ein qualifiziertes persönliches Abschluss-Feedback im geschützten Raum an.

Lerninhalte der Ausbildung 

  • Die eigene Ablehnung von Gleichberechtigung in konkreten Konfliktsituationen erfahren.
  • Erkennen, dass wir in der Regel nur dann für Gleichberechtigung sind, wenn sie dem persönlichen Weiterkommen dient.
  • Erfahren, dass der Ablehnung von Gleichberechtigung die Annahme zugrunde liegt, dass die Anerkennung der Rechte des anderen zwangsläufig zur Einschränkung der eigenen Rechte führt.
  • Verstehen, dass das prinzipielle Eintreten für die Anerkennung des gleichen Rechtes auf freie Entfaltung der Persönlichkeit (Artikel 1 und 2 der Menschenrechtskonvention) dem Schutz der eigenen Rechte dient.
  • Die Konsequenzen für das Entwicklungspotential des (jungen) Menschen erfahren, wenn er in seinen Rechten eingeschränkt oder gefördert wird.
  • Toleranz entwickeln, d. h. den anderen mit seinen Anschauungen und Taten zu akzeptieren, auch wenn sie den eigenen widersprechen.
  • Kritisches Denken schulen, indem in Konfliktsituationen nach Argumenten gesucht wird, die die eigene Einstellung in Frage stellen.
  • Trainiert sind Menschen in der Regel darauf, nach Argumenten zu suchen, welche die eigene Einstellung und Position unterstützen.
  • Die „Fähigkeit zu wählen“ erlernen. Sich zwischen zwei oder mehreren Alternativen zu entscheiden, deren Vor- und Nachteile uns bewusst sind.
  • Unterscheiden lernen, welche Alternativen wir ablehnen und welche wir schlicht nicht gewählt haben.
  • Üben, Alternativen, die wir innerlich abgelehnt haben, dennoch zu akzeptieren.
  • Verstehen: Die Vermeidung einer Entscheidung ist auch eine Entscheidung.
  • Ruhe und Gelassenheit in Konfliktsituationen entwickeln.
  • Stress erkennen und abbauen, da Stress die Wahrnehmung einengt.
  • Mit einer positiven Grundhaltung in Konflikte gehen.
  • Kreativität auch und gerade bei der Suche nach Konfliktlösungsmöglichkeiten fördern.

 Ausbildungsinhalte

  • Gruppendynamische Prozesse in Relation zu demokratierelevanten Themen setzen können
  • Wissen über demokratische Prozesse und über Schritte demokratischer Entscheidungsfindung
  • Auseinandersetzung mit demokratischen Prinzipien wie z.B. Menschen-, Grund- und Bürgerrechten
  • Der Frage, wie eine gerechte Entscheidung zustande kommt, wenn sich Grundrechte widersprechen
  • Meinungsfreiheit, freie Wahlen, Minderheitenschutz
  • Bedürfnisse von Mehrheiten und Minderheiten (an-)erkennen
  • Umwandlung eines externen Konfliktes in ein internes Dilemma
  • Vermittlung einer demokratischen und toleranten Grundhaltung
  • Reflexion der eigenen Praxiserfahrung 

Zertifizierung

Nach erfolgreichem Abschluss von mindestens zwei Basismodulen und der beiden Ausbildungsseminare inklusive der eigenen Übungseinsätze zwischen diesen Ausbildungsblöcken erhalten die Teilnehmenden das Zertifikat zur/zum BETZAVTA-Trainer*in von DIVERSITY WORKS.

Betzavta Ausbildung

 

24.-28. Oktober 2016 Betzavta Ausbildungsseminar II

In diesem Seminar besteht die Möglichkeit zum Austausch der Erfahrungen und zur Reflexion der Praxis. Fragestellungen der Teilnehmenden stehen dabei im Vordergrund. Weitere Themen sind die Vertiefung inhaltlicher Fragen (z.B. Demokratietheorien oder Freiheitsbegriff), das Menschenbild von Betzavta, gruppendynamische Aspekte, Evaluation sowie die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten von Betzavta-Praxis.

 

01.-05. Mai 2017 Betzavta Ausbildungsseminar I

Im Ausbildungsseminar I wird vor allem die eigene Haltung und Aktivität beobachtet, als Multiplikator*in und als Beteiligte*r. Die Teilnehmenden erhalten direkte Rückmeldungen zu ihrer eigenen Tätigkeit sowie Hilfen für die zukünftige Praxis. Am Ende erfolgt die Vorbereitung auf die Praxisphase.

 

16.-20. Oktober 2017 Betzavta Ausbildungsseminar II

In diesem Seminar besteht die Möglichkeit zum Austausch der Erfahrungen und zur Reflexion der Praxis. Fragestellungen der Teilnehmenden stehen dabei im Vordergrund. Weitere Themen sind die Vertiefung inhaltlicher Fragen (z.B. Demokratietheorien oder Freiheitsbegriff), das Menschenbild von Betzavta, gruppendynamische Aspekte, Evaluation sowie die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten von Betzavta-Praxis.

betzavta

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